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Dass Dämonenfurcht nicht nur im Christentum gefährliche Folgen hat, zeigt der Fall eines 13jährigen Mädchens in Japan. Die Eltern hatten sich wegen der psychischen und physischen Probleme des Mädchens an einen buddhistischen Mönch gewandt. Dieser ließ sie glauben, dass die Tochter von einem Teufel besessen sei. Deshalb wurde das Mädchen an einen Sessel gefesselt und mit Unmengen von Wasser überschüttet. Über 100 mal soll dieses Wasserfall-Ritual bei ihr angewendet worden sein. Als sie bewusstlos geworden war, rief die Mutter einen Krankenwagen, jedoch starb die Tochter an den Folgen der Tortur.
Derartige Reinigungsrituale hängen in der Regel nicht primär mit dem Buddhismus zusammen, sondern entstammen vorbuddhistischen volksreligiösen Vorstellungen, die aber vom Buddhismus weitgehend integriert wurden.