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TM ohne TM effektiver?

Konkurrenten der "Advaita Meditation" kritisieren Realitätsferne

Die umstrittene „Transzendentale Meditation“ (TM) helfe besser, wenn man sie auf neutrale Weise außerhalb der offiziellen „TM-Bewegung“ erlernt und praktiziert. Das behauptet der Psychotherapeut und Meditationslehrer Theo Fehr vom Institut für Persönlichkeitspsychologie und Meditation (IPPM).

Das IPPM betreibt in Konkurrenz zur TM eine eigene Ausbildung zur „Advaita–Meditation“. Diese Advaita Meditation sei die „ideologiefreie Schwester der Transzendentalen Meditation“ – der Technik nach identisch, aber ohne Fixierung auf ein Ideologiegebäude aus überwertigen Ideen und zudem wesentlich preiswerter: Für die Grundausbildung zum Erlernen der Meditationstechnik werden „nur“ 780 DM bzw. 580 DM für nicht Berufstätige fällig, während bei TM 1700 DM zu berappen wären.

Anhand von drei neuen Studien wird versucht zu belegen, dass die TM–Grundtechnik in vielerlei Hinsicht positiv wirke: so z.B. bei psychosomatischen Beschwerden, in der Stress-Prophylaxe sowie bei depressiven und neurotischen Beschwerden. Die nach der Advaita-Methode Meditierenden gingen zudem weniger zum Arzt und brauchten weniger Medikamente. (Eine Behauptung, die von der TM auch immer wieder aufgestellt wird.) Bei einer Stichprobe von 260 nach der offiziellen TM–Technik praktizierenden Probanden hätte sich dagegen gezeigt, dass fast die Hälfte – auch nach langem Meditieren – eine „starke Tendenz zu Selbsttäuschung, Vermeidung und Verdrängung hatte“.

Die Verlaufsstudie kann nachgelesen werden unter http://www.i-p-p-m.de.

HL (Confessio 6/2001)