EZW - Texte

Neue Texte aus der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (Heft Nr. 197-200)

Nr. 197
Wie gefährlich ist Scientology?

 

Vier sehr verschiedene Beiträge, die sich mit der Scientology-Organisation auseinandersetzen, versammelt der EZW-Text Nr. 197. Wilfried Handl war 28 Jahre aktiver Scientologe und Leiter der Wiener Organisation. In seinem Text „Warum ich mitgemacht habe und dann doch ausgestiegen bin“ beschreibt er die Gründe für den Ausstieg. Der Göttinger Religionswissenschaftler Andreas Grünschloß untersucht Organisationsstrukturen sowie speziell die „Ethik“ bei Scientology und hält – im Unterschied zum Herausgeber – Scientology für reformierbar. Christoph Grotepass beschreibt kulturelle Differenzen im Verständnis des Begriffes „Kirche“ in den USA und in Deutschland, was für die Diskussion um die Selbstdarstellung der Scientology-Organisation als „Kirche“ bedeutsam ist. Zum Abschluss entlarvt der Herausgeber Michael Utsch psychologische Irrtümer in der Dianetik und kritisiert Scientology aus theologischer Perspektive.

 

 

Nr. 198
Esoterik als Trend:
Phänomene - Analysen - Einschätzungen

Im EZW-Text Nr. 198 liefert zunächst EZW-Referent M. Pöhlmann einen aktuellen und konkreten Überblick über die Esoterik-Szene.

Dabei beschreibt er die Stellung der Esoterik in der gegenwärtigen Religionskultur in Form von esoterischer Lebensberatung im Fernsehen, in Kinofilmen mit esoterischem Inhalt (Indigo, Gespräche mit Gott, die Prophezeiungen von Celestine, Bleep), gibt eine bemerkenswerte Zusammenstellung über Profil und Auflagenhöhe esoterischer Zeitschriften und skizziert die „Channeling“-Bewegung sowie die neue Hexenszene.

Der Leiter der EZW, R. Hempelmann, analysiert im Anschluss daran das esoterische Wirklichkeitsverständnis, gibt Kriterien zur Unterscheidung und Beurteilung aus der Sicht des christlichen Glaubens und benennt einige der pastoralen Herausforderungen, die sich aus dem Auftreten esoterischer Überzeugungen im Raum der Kirchen ergeben.

 

 

Nr. 199
Wie macht der Glaube gesund? Zur Qualität christlicher Gesundheitsangebote

Eine Zusammenstellung von Beiträgen mehrerer Fachtagungen der EZW um das Thema Glaube und Gesundheit enthält der EZW-Text Nr. 199. Mit den oft unzureichend genutzten Chancen christlicher Gesundheitsangebote - einschließlich von Kliniken in christlicher Trägerschaft, befasst sich Christian Spaemann. Bernhard Wolf berichtet von seinem Versuch zur Gründung eines christlichen Netzwerkes für Heil und Heilung, das eine Plattform für Geistheiler auf christlicher Basis bieten soll. Das Qualitäts-Netzwerk für christliche Beratung und Seelsorge in Deutschland der Association of Christian Counsellors (ACC) wird von Volker Brecht vorgestellt.

Ein zweiter Teil befasst sich mit theologischen Fragen von Gesundheit und Heilung. Dazu zählen u.a. die Beiträge von Beate Jakob (Deutsches Institut für Ärztliche Mission in Tübingen) und Gabriele Lademann-Priemer (Weltanschauungsbeauftragte in Nordelbien), bevor noch die europäische Perspektive in den Blick genommen wird.

 

 

Nr. 200
Bestattungskultur im Wandel

Dass Weltanschauungsfragen nicht nur mit Guru-Gruppen, sondern auch mit grundlegenden gesellschaftlichen Entwicklungen zu tun haben, verdeutlicht der EZW-Text 200. Michael Nüchtern, früherer Leiter der EZW, sieht die Bestattungskultur als Spiegel des Zeitgeistes, indem sich die Vereinzelung der Bevölkerung durch Individualisierung und Mobilität auch in neuen Bestattungsformen niederschlägt. Er konstatiert Veränderungen in fünf Bereichen, aus denen sich wichtige Herausforderungen für die Kirchen ergeben. Dazu gehört neben Bestattungsort und der neuen Wertschätzung von Riten auch, in der Verkündigung nicht über das Jenseits zu schweigen.

Stefan Schütze stellt im Anschluss daran das Berufsbild des Bestatters anhand von Medienberichten und Selbstdarstellungen zahlreicher Bestattungsunternehmen im Internet dar.

Alle Texte sind in der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen in Berlin auch in größerer Menge erhältlich, wobei um eine Spende gebeten wird. (Tel: 030/28395-211 oder info@ezw-berlin.de)

 

Artikel-URL: https://www.confessio.de/material/910

Dieser Beitrag ist erschienen in Confessio 6/2008 ab Seite 20