Kurzmitteilungen aus Confessio 5-2005

Neuheiden

Hexen können Ausbildung von der Steuer absetzen

Niederländische Hexen können ihre Ausbildung am Besenstiel und mit Wunderkräutern von der Steuer absetzen. Ein Gericht in Leeuwarden bestätigte jetzt eine entsprechende Entscheidung des Finanzamtes.

Eine bei privaten Festen auftretende Künstlerin hatte an der Hexenschule in Appelscha allerlei Zaubereien gelernt. Nach der Ausbildung darf sie sich als anerkannte Hexe bezeichnen. Sie hofft, auf diese Weise mehr Aufträge zu ergattern. Der zuständige Finanzbeamte gestand ihr zu, die Kosten für den Kurs in Höhe von 1249 Euro von ihrer persönlichen Einkommensteuer abzusetzen.

Das Gericht bestätigte allerdings auch die Entscheidung des Finanzamtes, eine weiter gehende Anrechnung auf Unternehmenssteuern zu verweigern.

Main-Post, 29.9.2005

 

Buchtipp

Glaubenswelten in Leipzig. Religionen von Zuwanderern

Unter diesem Titel ist eine Broschüre des Vereins Interkulturelles Forum e.V. erschienen. Darin werden über 25 verschiedene religiöse Gemeinden von Zuwanderern in Leipzig porträtiert. So haben sich durch Migration neben einer Vielzahl christlicher Gemeinden auch fünf islamische Gruppen, eine buddhistische Gemeinde und die Religionsgemeinschaft der Sikh in der Stadt angesiedelt. Weiterhin wurde die jüdische Gemeinde durch die Zuwanderung aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion wieder zu neuem Leben erweckt. Das größte Spektrum an Zuwanderergemeinden in Leipzig weist das Christentum auf, das durch zwei katholische und vier orthodoxe Gemeinden von Migranten aus Osteuropa vertreten ist, aber auch durch mehr als zehn verschiedene protestantische Gemeinden von Neuleipzigern aus Afrika, Lateinamerika, China oder Korea. Die Russlanddeutschen, als eine weitere Migrantengruppe, haben drei eigene Gemeinschaften in protestantischer Tradition gebildet. Die Studie gibt dabei sowohl eine Übersicht über die Geschichte und Lehre der jeweiligen Religion als auch einen Einblick in das Innenleben der Gemeinden in Leipzig. Somit erhalten die Leser die Möglichkeit, die bisher fremden Menschen und ihre Kulturen kennen zu lernen.

Bezug über info@interkulturelles-forum.de für 6,50 Euro. Rückfragen beantworten Andreas Rauhut (Interkulturelles Forum e.V., Tel.: 0160-2063995) und Stojan Gugutschkow, Leiter des Referats Ausländerbeauftragter (Tel.: 0341/123-2690)

Katholiken streiten um Harry Potter

Der Chef-Exorzist des Vatikans Gabriele Amorth hat die Harry-Potter-Bücher und Filme pauschal als „Machwerk des Teufels“ bezeichnet und Harry Potter unterstellt, er beschwöre mit seiner Magie die Macht des Teufels. Zu ganz anderen Ergebnissen kommt Pater Walthard Zimmer von der Priesterbruderschaft St. Petrus in einem Buch, in dem er sowohl die Harry-Potter-Erzählungen selbst als auch die Kritik daran unter theologischen Gesichtspunkten differenziert analysiert. Das Buch soll auch jenen, die Harry Potter nicht gelesen haben, ein sachlich kompetentes Urteil in dieser Streitfrage ermöglichen.

Harry Potter: gut oder böse? Unterscheidung tut dringend not. (186 Seiten, 7,50 EUR)
Bezug: 0043-723/493472 (Zimmer, Linz)

HL / kath.net 4.10.2005

 

Wahl - Nachlese

Dr. Rath in Südafrika

Nach Krebs nun AIDS - Der umstrittene deutsche Arzt Dr. Matthias Rath betreibt nach Informationen der „Welt“ nicht genehmigte Experimente an Patienten in Südafrika. Nachdem in Deutschland nach dem Tod seines Star-Patienten Dominik die Umsätze eingebrochen sind und auch der Versuch, in Sachsen mit einer eigenen Partei (AGFG) im Bundestagswahlkampf Propaganda für seine Ziele zu machen, nur bescheidene Erfolge zeigten, verspricht seine Organisation in Südafrika, dass die Vitaminprodukte AIDS heilen könnten. Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ zeigte sich entsetzt über diese Vorgänge.

HL / Die Welt 18. 10. 2005

BüSo agitiert

Mit der „Bürgerrechtsbewegung Solidarität“ (BüSo) war im Bundestagswahlkamf eine Gruppe wieder aktiv, die als „Polit-Sekte“ bezeichnet worden ist. So wurden u.a. Beratungsstellen mit Fällen konfrontiert, in denen die Gruppe Jugendliche unter Druck setzte, ihre Ausbildung abzubrechen, um nur noch innerhalb der mit BüSo verbundenen LaRouche-Organisation zu arbeiten.

HL

 

Hinduismus

Hindus planen Tempel in Berlin

In Berlin-Neukölln wollen Hindus auf einem 4000 qm großen Gelände einen Tempel errichten. Die 19x19m große Anlage soll auch einen mit Götterstatuen reich verzierten 19m hohen Turm erhalten. Die zwei Millionen Euro Baukosten sollen über Spenden aufgebracht werden. In Berlin leben ca. 6000 Hindus, die überwiegend aus Südostasien stammen. Der Berliner Tempel wird der zweite in Deutschland sein. In Deutschland gibt es ca. 50 000 Hindus.

HL / kath.net 8. 10. 2005

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Dieser Beitrag ist erschienen in Confessio 5/2005 ab Seite 01