Evangelische Allianz richtet Clearingstellen für Beschwerden ein

Die Deutsche Evangelische Allianz hat mehrere „Clearingbeauftragte“ berufen, die als Ansprechpartner für Gemeindeglieder zur Verfügung stehen, die sich von Manipulation und Machtmissbrauch in ihren Gemeinden betroffen fühlen. Diese ehrenamtlich wirkenden Berater sollen den Beschwerden nachgehen, und helfen, die Vorwürfe und Vorkomnisse aufzuarbeiten und Missstände aufzudecken.
Im Rahmen der Fernsehsendung der ARD „Mission unter falscher Flagge - Radikale Christen in Deutschland“ vom August 2014 wurde die Deutsche Evangelische Allianz mit Misständen in einzelnen ihrer Mitgliedsverbände (aus dem pfingstlich-charismatischen Bereich) konfrontiert. Präses Michael Diener hatte damals eingeräumt, dass Übergriffe „bei einzelnen Mitgliedern wirklich vorkamen und leider weiterhin vorkommen können“. Mit der Schaffung der neuen Stelle löste die Allianz die damalige Ankündigung ihres Hauptvorstandes ein, „Obleute“ zu benennen, an die sich Menschen mit entsprechenden Erfahrungen vertraulich wenden können.
Die Allianz berief den ehemaligen Beauftragten zur Beratung über neue religiöse Bewegungen im Dekanatsbezirk und Kirchenkreis München, Diakon Rudi Forstmeier (München), den Leiter der Beratungsstelle „Leben im Kontext“, Rolf Gersdorf (Dortmund), die Theologin und psychologische Beraterin Martina Kessler (Gummersbach), die Klinikseelsorgerin Gudrun Siebert (Hemer), den Leiter des Evangelischen Fachverbandes für Sexualethik und Seelsorge Weißes Kreuz, Rolf Trauernicht (Ahnatal bei Kassel), und den Vorsitzenden des Stille- und Seelsorgezentrums Betberg, Hanspeter Wolfsberger (Betberg bei Freiburg).
Eine Kontaktaufnahme zu den Clearingstellen ist u.a. über die Internetseite der Evangelischen Allianz möglich, wo auch die Grundsätze der Stellen beschrieben sind.
HL
http://www.ead.de/die-allianz/clearing-stelle/

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Dieser Beitrag ist erschienen in Confessio 3/2015 ab Seite 04