Römisch-Katholische Kirche: Neokatechumenat: Statuten von Rom anerkannt

Die Statuten des „Neokatechumenalen Weges“ sind nach fünfjähriger Erprobungsphase von Papst Benedikt XVI. genehmigt worden. Der Neokatechumenale Weg gehört zu den sogenannten Neuen Geistlichen Bewegungen innerhalb der Römisch-Katholischen Kirche. Er wurde 1964 in Spanien gegründet und ist inzwischen weltweit in 1200 Diözesen vertreten. Zu ihm gehören ca. 70 Priesterseminare. Wie die katholische Wochenzeitung „Tag des Herrn“ berichtete, gab es in der Vergangenheit in einigen Bistümern Spannungen, weil die Anhänger des Neokatechumenats ein abgesondertes Eigenleben führten und die Eucharistie getrennt von der Ortsgemeine in kleinen Gruppen feierten. Über interne Vorgänge sei man „äußerst verschwiegen“ gewesen. 2005 habe der Vatikan die Mitarbeiter des Neokatechumenats aufgefordert, sich stärker als bisher in die bestehenden Pfarreistrukturen zu integrieren. In Sachsen besteht in Chemnitz eine Niederlassung des Neokatechumenalen Weges.

HL / Tag des Herrn 22. 6. 2008

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Autor
HL
Dieser Beitrag ist erschienen in Confessio 3/2008 ab Seite 20