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Ein Jahr PEGIDA

Eine Bilanz
Seit einem Jahr nun schon rufen die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ unter dem Akronym PEGIDA allmontaglich zu „Spaziergängen“ durch die Dresdner Innenstadt auf. Ihre Entstehung wie ihre Entwicklung sind eng mit dem Verlauf der Flüchtlingskrise verbunden. Man kann verschiedene Phasen der Bewegung unterscheiden, die nicht alle scharf voneinander abgegrenzt sind und teilweise ineinander übergehen.

Schreckensmission

Wie Bekehrungsdruck vorhandenen Glauben zerstören kann
In den Kirchgemeinden der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens besteht vielfach ein erklärtes Interesse daran, den christlichen Glauben weiterzugeben. In manchen Kreisen gibt es regelmäßig Zeltmissionen oder ähnliche missionarisch angelegte Veranstaltungen, die mit dem erklärten Ziel durchgeführt werden, Außenstehende zu einem Leben mit Jesus einzuladen. Doch haben sie einen grundsätzlichen Geburtsfehler, der sie nicht geeignet sein lässt, tatsächlich Menschen aus einem nichtchristlichen Umfeld zu erreichen. Warum das so ist, wurde an einem tragischen Beratungsfall in der Arbeitsstelle für Weltanschauungsfragen beispielhaft deutlich.

Wie esoterisch dürfen Grundschullehrer sein?

Kontroverse um „Aktive Schule“ in Leipzig

Wem vertrauen wir unsere Kinder an? Erziehung ist ein sensibler Bereich und viele Aspekte spielen da eine Rolle. Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit und Geduld sind ohne Frage wichtige Eigenschaften für professionelle Betreuer. Aber genügt es, ein „netter Mensch“ zu sein?

Wer schützt die Verfassung?

Bürgerbespitzelung, „Landesverrat“ und die Verdienste von netzpolitik.org
Wer schützt die Verfassung? Der Skandal um das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Blogportal „Netzpolitik.org“ ist eine Geschichte aus dem „Sommerloch“, die schon längst vor den Aufregungen um Flüchtlingsansturm und Terroranschläge aus den Nachrichtenspalten verschwunden war. Deren Hintergründe verdienen es aber, dennoch im Bewusstsein und in der öffentlichen Diskussion gehalten zu werden, denn sie sind für die Bewahrung der Demokratie in Deutschland von grundlegendem Interesse.

Die inoffizielle Wahrheit

Warum sind Verschwörungstheorien attraktiv?
Sind die weißen Streifen am blauen Himmel, die hinter Flugzeugen aufscheinen, wirklich nur harmlose Kondensstreifen, oder werden dort heimlich Chemikalien versprüht? Waren die Anschläge am 11. September 2001 wirklich von islamistischen Terroristen begangen? Oder haben da die Geheimdienste mitgemischt? Waren die Amerikaner tatsächlich auf dem Mond, oder sind die Bilder in einem Filmstudio entstanden?

Monarchie in Wittenberg

Das „Neue Königreich Deutschland“ unter Peter Fitzek
In den letzten Monaten sorgte Peter Fitzek und sein „Königreich Deutschland“ in den Medien für einiges Aufsehen. Der Öffentlichkeit durch Razzien bekannt gewordener Steuerbetrug sowie unerlaubte Versicherungs- und Bankgeschäfte brachten ihn in die Verhandlungssäle der zuständigen Gerichte.

Gülen-Bewegung in der Diskussion

Verfassungsschutz Baden-Württemberg legt Bericht vor
Die Bewegung um den islamischen Prediger Fetullah Gülen hatte die Aufmerksamkeit des Verfassungsschutzes auf sich gezogen. Im August 2014 legte die Behörde einen Prüfbericht vor, der u.a. ausführlich auf die Gründe eingeht, die Anlass für die Untersuchung gaben.

Heilige römische Bischöfe

Papst Johannes XXIII. und Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen
Am 27. April 2014 wurden auf dem Petersplatz zwei frühere Päpste heiliggesprochen: Papst Johannes XXIII. und Papst Johannes Paul II. Das katholische Verfahren der Heiligsprechung beansprucht nicht, in die Erlösung Gottes einzugreifen, sondern regelt lediglich die irdische Verehrung. Es gibt viel mehr Erlöste als offiziell heiliggesprochene Menschen.

Gottes Wort verkündigen

5. Begegnungstagung zwischen Evangelischer und Neuapostolischer Kirche in Mitteldeutschland
„Das Zeugnis von Jesus Christus in die Welt hinauszutragen, ist unsere gemeinsame Aufgabe. Hinsichtlich der Verkündigung von Gottes Wort können wir viel voneinander lernen.“ Dieses Fazit zog Apostel Rolf Wosnitzka von der Neuapostolischen Kirche in Thüringen im Blick auf die 5.

400 Jahre Rosenkreuzer

Initiativen zum Jubiläum
Als der Tübinger Theologiestudent Johann Valentin Andreae die utopischen Ideen seines Freundeskreises von einer erneuerten christlichen Gesellschaft im Jahre 1614 unter dem Titel „Fama Fraternitatis“ erstmalig im Druck erschienen ließ, ahnte er nicht, dass er damit eine Welle von Bewegungen lostrete

Kommt die Säkularisierung?

Beschreibung von religionssoziologischen Modellen
In modernen westlichen Gesellschaften lässt sich vielerorts ein schwindender Einfluss der Religion im öffentlichen Leben konstatieren. Ist das wirklich so? Muss das so sein? Mit diesen Zusammenhängen befassen sich verschiedene und teilweise einander wiederstreitende Modelle im Bereich der Religionssoziologie. Charlotte Bornemann hat sie zusammengefasst.

Impulse aus Busan

Zehnte Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Busan (Südkorea)
Alle sieben Jahre kommt die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) seit dessen Gründung im Jahr 1948 aus allen Teilen der Welt zusammen. Die Vollversammlung ist das höchste beschließende Gremium des ÖRK und damit gewissermaßen die Generalsynode der weltweiten Kirchengemeinschaft.

Das erste Jahrsiebt im Waldorfland

Christentum und Anthroposophie in der Waldorfpädagogik
Wohin mit den lieben Kleinen? Jedes Jahr aufs neue sind viele Eltern auf der Suche nach dem geeignetsten Platz für ihre Kinder. Ein Waldorfkindergarten wartet mit einer Fülle an Besonderheiten auf und ist auch für manche christliche Eltern durchaus attraktiv. Gibt es da ein weltanschauliches Problem? Immerhin wurde die Waldorfpädagogik 1919 von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, entwickelt, als dieser den Auftrag bekam, für die Arbeiterkinder der Waldorf-Astoria Zigarettenfabrik in Stuttgart eine Schule einzurichten.

Von Christen in China lernen

Ökumenische Erfahrungen eines deutschen Auslandspfarrers in China
In manchen Punkten ist China erstaunlich weit voran. Das betrifft auch die Gestaltung ökumenischer Zusammenarbeit. Pfr. Gerold Heinke war seit 2001 EKD-Auslandspfarrer in Peking und Shanghai und danach Dozent für Reformationsgeschichte am theologischen Seminar in Peking. Nun ist er zurück in Sachsen. Der Evangelische Bund Sachsen hat sich mit ihm getroffen, um von seinen Erfahrungen zu hören – und die sind es wirklich wert, weitergegeben zu werden.

Zweite Taufe als Bekenntnis?

Antworten auf Fragen aus der Gemeinde
Mich beschäftigt eine grundlegende Frage. Ich bin getauft und konfirmiert, aber ich musste mit der Zeit feststellen, dass ich das nur getan habe, weil es in meiner Familie Tradition ist. Nun stehe ich vor der Frage, ob eine erneute Taufe richtig für mich wäre. Gibt es eine Möglichkeit, die Taufe zu wiederholen und somit ‚JA‘ zu Gott zu sagen?

Wann gilt der Bekenntnisfall?

Beobachtungen in der Geschichte zur Rede vom „status confessionis“
In verschiedenen theologischen Auseinandersetzungen seit der Reformationszeit wurde der Begriff eines „status confessionis“ benutzt, um eine theologische Grenzlinie zu markieren, welche die Gegenseite in dem Disput gerade nicht an dieser Stelle gezogen sieht. Im Wesentlichen geht es darum, dass mit der Erklärung dieses Falles bestimmte Dinge, Auffassungen oder Verhaltensweisen dem menschlichen Bereich, in dem unterschiedliche Beurteilungen möglich sind, entzogen werden sollen.

Freiheit der Kunst oder satanistisches Ritual?

Hermann Nitschs Orgien-Mysterien-Theater in Leipzig und die Frage nach den Grenzen der Kunst
Das „Orgien-Mysterien-Theater“ des Wiener Aktionskünstlers Hermann Nitsch lässt sich als „eine Mischung aus Konzert, Theater, Malaktion, Weinverkostung, Performance und Selbsterfahrungskurs“ charakterisieren. Weil nackte Schauspieler auf der Bühne auch in Leipzig inzwischen schon zur Normalität geworden sind, bezieht das Stück seine provokative Energie vor allem aus dem drastischen Einsatz von geschlachteten Tieren und von Blut. Proteste blieben nicht aus.